Versuchsanstalt für Holzindustrie
Informationen zur Versuchsanstalt für Holzindustrie
Ingenierholzbau und CAD
Im Ingenieurholzbau lernen die SchülerInnen den modernen Holzbau, wie Holzhausbau (Wandaufbauten,Holzdecken, Dachstühle, Dachgeschossausbau), Hallenbauwerke aus Voll- und Brettschichtholz sowie Holzbrücken kennen. Der angewandte statische und bauphysikalische Bereich wird durch den Einsatz von EDV-Programmen wie RUCKZUCK oder ARCHIPHYSIK praxisnahe unterstützt. Ergänzend dazu werden die erlernten ingenieurmäßigen Fachkenntnisse in den Konstruktionsübungen und Projekten mit CAD-Programmen wie z.B. AUTOCAD, CADWORK oder SEMA von den SchülerInnen selbständig oder in Gruppenarbeit erarbeitet und umgesetzt.

- CAD Unterricht an der Abteilung Holztechnik
Holzbearbeitung und Maschinenbau
Der Bereich des Maschinenbaus soll die Breite der Ausbildung durch eine gute Wissensvermittlung in den Bereichen Stoffkunde -Metall, Elemente des traditionellen Maschinenbaus und deren Einsatz in der Holzverarbeitung ergänzen. Im Speziellen werden zu diesen Inhalten Kenntnisse über die verschiedenen Holzbearbeitungsmaschinen in ihrem Aufbau, ihren Hauptfunktionen und ihre Verwendung in der Holzindustrie vermittelt. Außerdem werden dazu noch Grundlagen in der Elektrotechnik und Elektronik sowie der Regelungstechnik gelehrt.
Möbelbau
Wie in keiner anderen bildenden Gestaltung treffen im Möbelbau viele verschiedene Komponenten von Funktion, Konstruktion, Werkstoff, etc. zusammen. Schwerpunkt dieses Bereiches ist es nicht nur, die SchülerInnen in der Konstruktion einzelner Möbelstücke zu unterweisen, sondern ihnen auch zu vermitteln, dass sie hierbei konstruktive Qualität und ästhetisches Empfindungsvermögen verbinden sollten. Technisches Können und Kreativität ermöglichen es ihnen, die Konstruktion als harmonisches Ganzes zu sehen. Schließlich sollte ein Möbelstück nicht nur ein simpler Gebrauchsgegenstand sein, sondern als Teil unseres täglichen Lebens auch zu unserem Wohlbefinden beitragen.
Sägewerk
Der Unterricht wird wie ein industrielles Labor geführt, wozu etwa auch EDV-unterstützte Einschnittsimulation und moderne Fertigungsüberwachung gehören. In der Sägetechnik werden sowohl die Umsetzung der Rundholzsortierung über den tatsächlichen Einschnitt als auch die Weiterverarbeitung zu Brettern, Pfosten und Kanteln, sowie die Qualitätssortierung von Schnittholz bis hin zur entsprechenden Verrechnung und Logistik praktisch mit den SchülerInnen angewandt. Diese praxisnahe Ausbildung wird durch das der HTLHolztechnik zugehörige, schuleigene Sägewerk, mit einem Einschnitt von ca. 600 fm Rundholz pro Schuljahr -davon werden ca. 250m3 Schnittholz für andere Schulen weiterverarbeitet -ermöglicht.
Holztechnologie
Im holztechnischen Labor werden materialtechnische Grundlagen wie Festigkeit und Bauphysik, Überwachung und Optimierung technologischer Prozesse (z.B. Holztrocknung, Biegen von Vollholz), Einsatz und Verarbeitung verschiedener Hilfsmittel von Lack und Leim bis hin zu chemischen Analysen, vermittelt und in selbständiger Arbeit von den SchülerInnen in den verschiedensten Laborübungen angewandt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Anwendung und Umsetzung von Normen -vor allem den neuen Europäischen Normen -in Verbindung mit modernem Qualitätsmanagement im Bezug auf die Prüfung von Halb- und Fertigprodukten (Holzwerkstoffen, Leimbauteilen, Verbundwerkstoffen)
Versuchsanstalt
Die Versuchsanstalt für Holzindustrie an der HTL-Holztechnik Mödling ist als akkreditierte Institution die technologisch kompetente Schnittstelle zwischen Schule und Industrie. Die Versuchsanstalt wird als unabhängiges Institut, mit regionalem Bezug und nationaler und internationaler Vernetzung, nach wirtschaftlichen Grundsätzen geführt, das mit Versuchsserien, Gutachten, Zeugnissen und Prüfberichten wesentliche Dienstleistungen für das holzverarbeitende Gewerbe und die holzverarbeitende Industrie erbringt. Das Leistungsspektrum
reicht von der angewandten Forschung und Entwicklung für Produkte und Verfahren über die Prüfund Gutachtertätigkeit bis hin zur Beratung bei holztechnischen Fachfragen.
WIRTSCHAFT UND MANAGEMENT
Entsprechend der klein- und mittelständischen Struktur der Holzwirtschaft, wo die Betriebsführung technisches und kaufmännisches Management oft in einer Person vereinen muss, erfolgt neben der technischen auch eine breite wirtschaftliche Ausbildung. Als Basis für das wirtschaftliche Grundverständnis von Unternehmensvorgängen und -abläufen wird ein Schwerpunkt auf die Entwicklung unternehmerischen Denkens gelegt. Dies umfasst neben Elementen der Unternehmensführung insbesondere auch Inhalte der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements.
