Siebzig Jahre Dienst an der Holzwirtschaft
Bildung an der Holztechnik Mödling mit "Erfolgsgarantie"
Die Fachausbildung an der HTL für Holztechnik hat es in sich: konstruktiver Holzbau, Möbel- und Innenausbau und Sägetechnik sind die Schwerpunkte. Mit dem Reifeprüfungszeugnis erwirbt der Absolvent die Berechtigung des Zuganges zum Tischlergewerbe (Ersatz der Tischlermeisterprüfung), den Ersatz der Zimmerergesellenprüfung, die Berechtigung zum Führen eines Sägewerks und den Ersatz der Lehre eines Industriekaufmannes - ganz schön vielfältig also.
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Doch das ist noch nicht alles: Nach drei Jahren Bewährung in der Praxis kann der Ingenieurtitel beantragt werden.
Ingenieur und Handwerker
"Uns liegt die Verknüpfung von Theorie und umfangreicher Praxis besonders am Herzen", erklärt Prof. Dkfm. Dr.Hartmut Kranlich, selbst gelernter Tischler und langjähriger Vorstand der Abteilung für Holztechnik in Mödling, die einen Ausbildungszweig an der größten HTL Europas darstellt. Die Schüler haben sich alle wichtigen handwerklichen Fähigkeiten neben der umfangreichen ingenieurmäßigen Ausbildung anzueignen. Sowohl Fachtheorie als auch Praxis kommen nicht zu kurz, weswegen die 40 bis 50 Absolventen pro Jahr mit ihrer ingenieurmäßigen Ausbildung auch für die Holzindustrie von der Wirtschaft besonders geschätzt werden. Derzeit stehen 200 Schüler in der Mödlinger Holztechnik im Unterricht, der mit modernsten Mitteln und Methoden erfolgt.
Seit einiger Zeit gibt es ein neues CNC-Holzbearbeitungszentrum, eigens entwickelt für Schul- und Unterrichtszwecke, eine neue Festigkeitsprüfmaschine mit PC-Anschluß sowie einen eigenen, vernetzten CAD-Computerraum. Eine Lehrplanänderung brachte eine stärkere Orientierung zum Holzbau hin.
Kaufmann und Techniker
Entsprechend der klein- und mittelständischen Struktur der Holzwirtschaft, wo für die Betriebsführung technisches und kaufmännisches Management oft in einer Person vereint werden müssen, erfolgt neben der technischen auch eine breite wirtschaftliche Ausbildung. Die Arbeit mit den Schülern in den Tischler- und Zimmererwerkstätten ist vorwiegend handwerklich und gewerblich orientiert.
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Der Werkstättenunterricht in der Sägetechnik wird wie ein industrielles Labor geführt, wozu etwa auch EDV-unterstützte Einschnittsimulation und moderne Fertigungsüberwachung gehören. Im holztechnischen Labor werden materialtechnische Grundlagen (Festigkeit, Bauphysik), Überwachung und Optimierung technologischer Prozesse (Holztrocknung, Biegen von Vollholz), Einsatz und Verarbeitung verschiedener Hilfsstoffe (Lacke, Leime, Holzschutzmittel) sowie die Prüfung von Halb- und Fertigprodukten (Holzwerkstoffe, Leimbauteile, Fensterprüfstand) erarbeitet.
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Der Anwendung und Umsetzung von Normen - vor allem der neuen Europäischen Normen - und modernen Qualitätsmanagements wird dabei große Bedeutung beigemessen. Neben der 5jährigen HTL-Langform gibt es auch einen 3jährigen Aufbaulehrgang für Tischler, Zimmerer und Sägetechniker für Spätberufene.