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Die neue Oberstufe Kompakt

Was bedeutet die neue Oberstufe für die Schüler/innen?

Ab der 10. Schulstufe in mindestens 3-jährigen Schulformen (6. Klasse AHS und II. Jahrgang bzw. 2. Klasse an BMHS bzw. BAKIP/BASOP) werden zukünftig alle Klassen – ähnlich dem System an Hochschulen – semesterweise geführt. Der Start ist spätestens am 1. September 2017. Dies wird zu einer neuen Lern- und Schulkultur führen, denn durch die Semestrierung verringern sich die Lerninhalte für den Leistungsnachweis und die Lern- und Beurteilungszeiträume werden kürzer. Jeder Unterrichtsgegenstand wird pro Semester beurteilt.

Allerdings muss jeder Unterrichtsgegenstand in jedem Semester positiv abgeschlossen werden. Bei Bedarf kann eine Lernbegleitung unterstützen, sofern eine Frühwarnung vorliegt. Diese Möglichkeit sollte auf jeden Fall genutzt werden.

Über jeden negativ beurteilten bzw. jeden nicht beurteilten Pflichtgegenstand ist innerhalb von zwei Semestern eine Semesterprüfung abzulegen, die innerhalb dieser Frist grundsätzlich zweimal wiederholt werden kann. Sind nach den beiden Wiederholungsprüfungstagen im September mehr als zwei »Nicht genügend«/»Nicht beurteilt« aus den letzten beiden Semestern (also aus dem letzten Schuljahr) »offen«, so ist die Schülerin / der Schüler nicht zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe berechtigt. (Ausnahme: Einmal ist ein Aufsteigen mit drei »offenen« Pflichtfächern nach Beschluss der Klassenkonferenz möglich. Die Erziehungsberechtigten sind in diesem Fall nachweislich zu informieren.)

Bis zur abschließenden Prüfung am Ende der Schullaufbahn müssen alle Pflichtgegenstände positiv absolviert sein, sonst ist ein Antritt zur abschließenden Prüfung nicht möglich.

 

Kernpunkte der neuen Oberstufe

  • Semesterzeugnis nach jedem Winter- und Sommersemester, d. h. kürzere Lern- und Beurteilungszeiträume.

  • Individuelle, freiwillige Lernbegleitung zur ganzheitlichen Unterstützung bei einem drohenden »Nicht genügend« (»Frühwarngespräch«). Ziel ist die Verbesserung der gesamten Lernsitua­tion – es ist somit kein gegenstandsbezogener Förderunterricht.

  • Jeder Pflichtgegenstand in jedem Semester muss positiv abgeschlossen werden. Andernfalls muss über den nicht positiv bzw. nicht beurteilten Lehrstoff eine Semesterprüfung abgelegt werden, die grundsätzlich zweimal wiederholt werden darf. Dafür hat man maximal zwei Semester Zeit.
    Bei der zweiten Wiederholung darf die Schülerin / der Schüler eine Prüferin / einen Prüfer vorschlagen. Die Entscheidung liegt bei der Schulleitung.

  • Maximal drei negative oder nicht beurteilte Pflichtgegenstände eines Semesters können, wenn diese nicht durch Semesterprüfungen und deren Wiederholungen innerhalb von zwei Semestern ausgebessert wurden,

    • im Zeitraum zwischen Beurteilungskonferenz und Beginn der Klausurprüfung oder

    • an den folgenden Wiederholungsprüfungstagen in einer allenfalls dritten Wiederholung ausgebessert werden.

    • Diese speziellen, unmittelbar vor den abschließenden Prüfungen stattfindenden Semesterprüfungen sind jedoch nur im Falle von mit »Nicht genügend« bzw. »Nicht beurteilt« abge­schlossenen Pflichtgegenständen möglich, die vor dem letzten Schuljahr (also spätestens im Sommersemester der vorletzten Schulstufe, z. B. im IV. Jahrgang in einer BHS, in einer 4. Klasse einer Bildungsanstalt oder einer 7. Klasse einer AHS) lehrplanmäßig vorgesehen sind.

    • Die Entscheidung über die Aufstiegsberechtigung in die nächste Schulstufe erfolgt am Ende des Unterrichtsjahres bzw. nach Ablegung von Semesterprüfungen an den Wieder-holungsprüfungstagen auch nach diesen.

    • Im Falle einer Klassenwiederholung bleiben alle positiv erbrachten Leistungen erhalten. Bestehende positive Noten können aber auch weiter verbessert werden. Entsprechend den organisatorischen Möglichkeiten am Standort ist es eventuell sinnvoll, den Unterrichtsgegenstand, in dem Leistungsrückstände bestehen, zweimal in der Woche bei unterschied lichen Lehrenden zu besuchen und dafür einen erfolgreich abgeschlossenen Pflichtgegen stand im Wiederholungsjahr nicht besuchen zu müssen. Über die Befreiung von der Teilnahme an einzelnen Unterrichtsgegenständen entscheidet die Schulleitung. Die dadurch frei werdende Zeit ist für andere schulische Angebote zu nutzen.

    • Die Antrittsberechtigung zur Abschluss-, Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung hat nur, wer sämtliche Pflichtgegenstände aus den vorangegangenen Semestern positiv abgeschlossen hat.

    • Einzelne Unterrichtsgegenstände können durch Ablegung von Semesterprüfungen vorgezogen bzw. sodann übersprungen werden. Damit wird auch ein früherer Antritt zur Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung im jeweiligen Pflichtgegenstand ermöglicht.

    • Neben der Überschreitung der Höchstdauer des Schulbesuchs (Regelung wie bisher) kommt es in der neuen Oberstufe insbesondere auch zur Beendigung des Schulbesuchs, wenn nach negativer Beurteilung der zweiten Wiederholung einer Semesterprüfung keine Möglichkeit eines weiteren Antritts besteht. Das ist dann der Fall, wenn bereits drei Pflichtgegenstände nach wiederholtem Prüfungsantritt negativ beurteilt wurden und nur mehr in einer Wiederholung unmittelbar vor der abschließenden Prüfung positiv nachgeholt werden können.


Tipps für Ihren Erfolg in der neuen Oberstufe

• Lernen Sie kontinuierlich mit und bauen Sie Ihre Kompetenzen Schritt für Schritt aus – dann behalten Sie den Überblick und geraten nicht in die unangenehme Situation, in einem Gegenstand aufholen zu müssen.

• Sobald eine Frühwarnung vorliegt, können Sie gemeinsam mit einer Lernbegleiterin / einem Lernbegleiter den Weg zurück zum Erfolg schaffen. Setzen Sie diesen Plan Schritt für Schritt um und bleiben Sie dran!

• Ist einmal eine negative Note im Semesterzeugnis, bessern Sie den »nicht geschafften Stoff« möglichst rasch mittels der Semesterprüfung aus. Schieben Sie Semesterprüfungen nicht auf die lange Bank!

• Ein später Lernbeginn mit »Rettungsversuchen« in letzter Minute ist auch in der neuen Oberstufe ein großes Risiko und ein unnötiger Stressfaktor, den Sie vermeiden sollten.

Die Grafik zeigt die Grundstruktur der neuen Oberstufe und einen möglichen Ablauf
der Semesterprüfungen einer Schülerin/eines Schülers mit zwei »Nicht genügend«
im 3. Semester und einem weiteren »Nicht genügend« im 4. Semester.

 geändert am:  22.09.2016   |   © HTL Mödling   |   Impressum   |   Barrierefrei   |   HTL Schulnetz   |   WebMail   |   ToDo