International Science Center Day 2016

Um uns auf das Thema Nachhaltigeit und ökologischer Fußabdruck einzustimmen nahmen wir am International Science Center Day 2016 im Naturhistorischen Museum teil. Im Rahmen dieser interaktiven Ausstellung wurden die 17 Nachhaltigkeitsziele die von der UNO im Herbst 2015 festgelegt  thematisiert.

Näheres dazu auf der Seite des Science Centers

Hier unsere persönlichen Eindrücke einiger Stationen:

Station 1: Keine Armut (Julian Piller)

projekt1Trotz beachtlichen Erfolgen in der Armutsbekämpfung seit 1990 leben nach wie vor über 800 Millionen Menschen in extremer Armut, davon sind ungefähr 70% Frauen. Um die Problematik der Armut umfassend anzugehen, beinhaltet Ziel1 neben der Überwindung extremer Armut auch ein Unterziel zur Überwindung relativer Armut, welche sich an nationalen Definitionen orientiert.

Nach diesen Erzählungen haben wir  noch eine kleine Übung gemacht. Es wurden etwa 8000 Menschen in Österreich verschiedene Sachen gefragt. Diese mussten wir so gut wie möglich zuordnen (siehe Bild)

Station 2 Zero Hunger (Marinko Petronijevic)

projekt2Die Situation des Hungers hat sich zwar in den letzten Jahren weltweit verbessert, jedoch leiden nach wie vor 850 Millionen Menschen weltweit an Hunger. […] Nachdem im Vortrag erwähnten Informationen, kam ich zu der Erkenntnis, dass man mit Lebensmitteln sorgsam umgehen sollte.

 Station3: Gesundheit und Wohlergehen (Sarah Harnischfeger)

projekt3Die MDGs (Millennium Development Goals der UN) trugen bedeutsam zur Verbesserung der Gesundheit bei. So sanken die Todesfälle durch Malaria seit 2000 um 60%. Jedoch konnten vieles noch nicht geändert werden. Die Erfahrung der MDGs lehrte, dass Gesundheitsprobleme nicht einzeln betrachtet werden sollen.

Die Station bestand aus 3 Stationen welche aufgeteilt sind. Eine davon war der sogenannte „AgeMan-Altersanzug“. Dieser Anzug wurde im Jahre 1994 zur ersten Mal erfolgreich hergestellt. Vorangegangen war eine 4-jährige Entwicklung. Er wurde entwickelt für eine Dauerbeanspruchung in den Bereichen Forschung, Ergonomie und Personalschulung. Dieser Anzug simuliert das körperliche Befinden eines Menschen im Durchschnittsalter von 70. Die Jacke ist mit 15kg Gewischt gefüllt. Die Hose ebenfalls. An Ellbogen und Kniegelenken sind harte Zugbänder angebracht welche die Gelenke versteifen. Am Hals befindet sich eine Art Krause welche die Beweglichkeit nimmt.

Mit dieser Innovation können Produkte entwickelt werden mit deren Hilfe die Lebensqualität älterer Menschen verbessert werden kann.

Station 5 (Melanie Ilisevic)

Welche Berufsfelder werden Männern und Frauen in unserer Gesellschaft abhängig von ihrem Geschlecht eher zugewiesen?

„Im Großen und Ganzen habe ich hier erfahren, dass sich Frauen immer mehr an der Technik beteiligen sollen und Männer halt auch an den Geisteswissenschaften.“

Station 6 : Sauberes Wasser (Jan Ströcker)

wasserfusabdruck1wasserfusabdruck2Im Naturhistorischen Museum habe ich die Station „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ besucht. Sie beschäftigte sich mit dem Wasser als kostbare Ressource. Hier werden wieder verschiedene Fragen gestellt.

„Was ist der Wasserfußabdruck?“ „Wie groß ist dein Wasserfußabdruck?“ : Dieser Kann auf www.waterfootprint.org nachgeschlagen werden.

„Kennst du grünes/blaues/graues Wasser?“ : Grünes Wasser ist Niederschlag, blaues Wasser ist Bewäserung und graues Wasser ist jenes Wasser, welches bei der Produktion von Produkten verbraucht wird!

„Wieviel Wasser steckt in einzelnen Produkten?“ „Ist dein Umgang mit Wasser nachhaltig?“

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Station 7 : Bezahlbare und saubere Energie (Ebert Ortwein)

projekt4Bei dieser Station gibt es ein Fahrrad, anstatt aber zu fahren produzierte man Energie. Daneben  steht ein Monitor, auf welchem die Menge der Energie, die man beim Fahrradfahren produziert, draufsteht. Ebenfalls kann man ablesen, welche technischen Geräte mit der erzeugten Energie betrieben werden können.

Es stellt sich als sehr anstrengend/schwer alleine die Energie für einen Mixer( ca. 450W) zu produzieren, schafft man dies stellt man jedoch fest, wie schwer es ist diese Menge an Energie auch nur einige Sekunden zu halten.

Man kann bei dieser Station auch Bilder, auf denen unterschiedlichen Energiegewinnungsarten abgebildet sind, in umweltfreundliche und nicht umweltfreundliche einzuteilen. Man kann auch probieren( auf einem Monitor) ein Feuer ohne Feuerzeug zu machen, wobei man die besten Materialien für ein Feuer aussuchen muss und diese in der richtigen Reihenfolge anzünden muss, damit ein großes/ lang andauerndes Feuer entsteht.

Station 7: Überfischung der Meere (Max Steiner)

projekt12Hier wird erklärt wie der sogenannte Beifang verhindert oder minimiert werden kann. Beifang, das sind jene Lebewesen die in den Netzen der Fischer landen, aber gar nicht verwertet werden. In vorgestellten Beispiel ging es um das Beifangproblem Meeres­schildkröten. Das funktioniert indem die Spitze des Hakens nach innen gebogen ist. Die Schildkröte bekommen ihr maul nicht weit genug auf um den Haken zu verschlucken. So kann beim Thunfischfang mit der Leine der Beifang Schildkröten verhindert werden. Mit einer so einfachen Idee kann also sehr viel erreicht werden.

Station 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (Dimitrije Jeftenic)

Für eine einzige Jean werden für Baumwollanbau und Färbung zwischen 8000 und 11000 Liter Wasser benötigt. Bangladesch ist nach China der weltweit größte Exporteur von Bekleidung. Näherinnen in Bangladesch verdienen umgerechnet nur ca 50€ im Monat, ein existenzsicherndes Einkommen liegt in Bangladesch bei 260€. [..] Mehr als 90% unserer Kleidung stammen aus Asien. Die Textilindustrie verursacht dort gewaltige Umweltschäden und vergiftet Flüsse und Trinkwasser.

(Manuel Manhardt):

projekt6projekt7Bei dieser Station war eine lebensgroße Schaufensterpuppe aufgebaut, an dessen Kleidung kleine Zettel mit Fragen und Antworten zum Thema Kleiderherstellung in ärmeren Ländern angebracht sind. Die Station wurde von einer jungen Frau betreut, die uns alle unsere Fragen gut beantwortet hat. Wir haben unter anderem erfahren, dass die Arbeitsbedingungen in Ländern wie Taiwan oder Bangladesch sehr schlecht sind und der Lohn sehr niedrig ist. In diesen Ländern gibt es keine oder wenige Umweltschutzrichtlinien und bietet den großen Firmen somit perfekte Bedingungen für billige und umweltUNfreundliche Produktion. Um dies zu verhindern sollte vorwiegend Second-Hand-Ware gekauft werden.

Station 9: Industrie Innovation und Infrastruktur (?)

Mein Thema, mit dem ich mich beschäftigt habe auf dieser Exkursion war die Industrie. Früher wurde mehr Wert auf händische Arbeit gelegt. Wird heute aus Bequemlichkeit die Maschine eingeschaltet? Sind deshalb viele Leute arbeitslos? Wir schädigen die Umwelt durch den massiven Abbau von Ressourcen die sich nicht mehr nachentwickeln können. Roboter übernehmen die Arbeit der Menschen, was zu erhöhter Arbeitslosigkeit führt.

Station 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

Die Urbanisierung gehört zu den bedeutendsten Entwicklungen im 21. Jahrhundert. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung weltweit lebt in Städten, wobei ein Anstieg auf bis zu 70% bis im Jahr 2050 erwartet wird. Mehr als 80% der globalen Wirtschaftsaktivität konzentriert sich in Städten. Gleichzeitig bringt die Urbanisierung große Herausforderungen mit sich. Städte haben einen enormen ökologischen Fußabdruck. Kürzere Arbeitswege in Städten würden zu besserer Luftqualität führen à Wohn- Arbeits-, und Erohlungssiedlungen (alles in einem)!

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Station 12 Nachhaltiger Konsum und Produktion (Marlene Neugebauer)

projekt9In meiner Station haben wir uns intensiver mit der Frage „Was passiert mit den weggeworfenen Handys?“ beschäftigt. Also grundsätzlih ging es darum, weche Stoffe in einem Handy stecken. Beispiele dafür waren Gold, Erdöl, Eisen, Tantal,… Man versucht jetzt schon so viel es geht zu recyceln. In der Zukunft ist es möglich, dass Rohstoffe nicht mehr zur Verfügung stehen und alles recycelt werden MUSS. Interessant war auch, dass man bei dem Steckplatz, wo man die Simkarte hineinstecken muss, Gold verwenden muss, weil alles andere sonst rosten würde. Auf dem Tisch lag ein zerlegtes Nokia-Tastenhandy. „Ob auch in den neuen Smartphones dieselben Stoffe sind?“ fragte ich. Ja, es werden überall dieselben Rohstoffe verwendet nur manche weniger, manche mehr.

Station 13 Maßnahmen zum Klimaschutz (Jakob Pokorny)

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Der Klimawandel ist eine zentrale Herausforderung für nachhaltige Entwicklung. Durch die Erwärmung der Atmosphäre kommt es zur Veränderung im globalen Klimasystem. Während es in weniger entwickelten Ländern Lebensgrundlagen gefährdet, kommt es bei uns eher zu Gefährdungen der infrastruktur und einzelner Wirtschaftszweige. Die Veränderung des Niederschlages und der Temperaturzyklen beeinflussen z.B. Wälder, landwirtschaftliche Kulturflächen und Ozeane. Die dort lebenden Tiere sind auch betroffen. Beim 13.Ziel der Um werden Staaten dazu aufgefordert gemeinsam Verbesserungen zum Klimawandel zu finden und durchzuführen. Im Rahmen der Station wurde einem die Verbesserung am Beispiel von Wolken nahe gelegt. Wenn die Polkappen schmelzen kommt es zu mehr Niederschlag und die gesamte Welt ist davon betroffen.

Station 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (Dragan Rakic)

frieden1Bei dieser Station haben wir hauptsächlich besprochen was dieses Thema mit den 17 Punkten der Verbesserung der Erde zu tun hat. Sehr viel sogar denn wenn du die Umwelt verbessern willst musst du zuerst den Menschen „verbessern“. Wir haben mit einem Experten geredet und der Herr hat uns viel beigebracht. Als erstes haben wir über die starken Institutionen geredet, das ist zb die Regierung, und es ist klar, dass wenn die Institutionen schwach sind (keine Polizei, korrupte Richter) oder sie sich nicht sicher fühlen, das sie von dort flüchten.

Wenn, zum Beispiel, Frieden zwischen 2 Ländern herrscht dann können die sich gegenseitig helfen was die Bildung, Hunger und Armut betrifft.

Dann haben wir noch besprochen das wenn zum Beispiel kein Frieden herrscht das es dann viele Kriege gibt und bei Kriegen leidet unter anderem auch die Umwelt und das soziale Leben.

(Lukas Eder)

projekt11Wer interessiert sich für Umweltschutzmaßnahmen, wenn es Krieg gibt und man befürchtet den nächsten Tag nicht mehr zu erleben?

Wenn Diktatoren herrschen und menschen verfolgt werden, wen kümmert dann schon die Umwelt?

Frieden und Gerechtigkeit sind die Grundlagen für alle anderen Entwicklungen für Nachhaltigkeit. Damit ein Staat sich überhaupt für Umweltschutz einsetzt ist eine gerechte Regierung notwendig. Erst wenn es den Menschen gut geht, dann schaut man wie es mit der umwelt ausschaut. Für eine friedliche und inlusive Gesellschaft werden folgende Punkte benötigt:

  1. Gewalt verringern

2. Ausbeutung von Kindern beenden

3. Illegale Finanz- und Waffenströme und organisierte Kriminalität beenden

4. Korruption reduzieren

5. Teilhaben der Entwicklungsländer auf globalem Niveau steigern.