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Von Shakespeare zur Moderne

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Im Juni 2026 erlebte die 4A der Höheren Abteilung für Tiefbau mit ihrer Deutschlehrerin Mag. Karin Sommer-Plaim und ihrem Klassenvorstand DI Johannes Pingitzer, BEd zwei eindrucksvolle Theaterabende, die einen spannenden Bogen vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart und Zukunft spannten.

Den Auftakt machte am 3. Juni ein Besuch im Theater in der Josefstadt, wo die Klasse William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ sah. Die Inszenierung entführte die 11 Schüler und eine Schülerin in das antike Athen und zugleich in eine Welt zwischen Traum und Wirklichkeit.

Im Zentrum der Aufführung stand das Unbewusste: Ganz im Sinne Freuds wurden uneingestandene Wünsche, Triebe und verborgene Ängste sichtbar gemacht. Die Figur des Puck führte die Liebenden in den Athener Wald, wo für eine Nacht die Grenze zwischen Realität und Illusion verschwamm. Mit viel Tempo, Farbe und Spielfreude wirbelten die Schauspielerinnen und Schauspieler über die Bühne und zogen das Publikum rasch in ihren Bann – darunter auch die Klasse.

Nur eine Woche später, am 10. Juni, stand bereits der nächste Theaterbesuch auf dem Programm. Diesmal ging es in die Kammerspiele, wo das zeitgenössische Stück „Sophia oder Das Ende der Humanisten“ gezeigt wurde.

Im Mittelpunkt steht der Altertumswissenschaftler Wolfgang Bergmann, dem die Welt zunehmend zu entgleiten scheint: Die Studierenden und die Universität haben sich von ihm abgewandt, auch seine Frau Marianne hat ihn erst vor Kurzem verlassen. In dieser Lebenskrise tritt Sophia, eine humanoide Roboterfrau, in sein Leben. Anlässlich seines 60. Geburtstags besuchen ihn seine Tochter Helena und deren Freund Jonas, ein Informatiker. Von diesem Moment an nimmt die Handlung eine unerwartete Wendung – und am Ende bleibt offen, ob das vermeintliche Happy End nicht doch nur ein Trugbild künstlicher Intelligenz ist.

Die Inszenierung warf dabei auch eine beunruhigende Frage auf: Werden Wesen wie Sophia eines Tages auf uns zurückblicken, wie wir heute auf Skelette im Naturkundemuseum schauen?

Mit den beiden Theaterabenden erlebten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften nicht nur zwei unterhaltsame Aufführungen, sondern auch eine eindrucksvolle Reise durch unterschiedliche Epochen, Denkweisen und Zukunftsfragen.